Unser Mittelstandsverständnis
Mittelstand ist für uns keine Frage der Bilanzsumme, der Mitarbeiterzahl oder der Gesellschafterstruktur. Für uns ist Mittelstand eine Frage der Führungslogik: Ein Unternehmen ist für uns dann mittelständisch geführt, wenn das operative Geschäft die Entscheidungen prägt – nicht die Finanzierungs- oder Kapitalmarktseite.
Diese Unterscheidung ist uns wichtiger als die klassischen Größenmerkmale. Ob ein Unternehmen einer Gründerfamilie gehört, Teil eines Konzerns oder im Portfolio eines Family Office ist, sagt für uns wenig darüber aus, wie es geführt wird. Entscheidend ist, ob operative Substanz – Produkt, Markt, Organisation – oder finanzielle Konstruktion im Vordergrund steht.
Was das konkret bedeutet
- Ein inhabergeführtes Unternehmen mit 80 Mitarbeitenden kann finanzgetrieben geführt sein.
- Eine Tochtergesellschaft eines internationalen Konzerns kann operativ so eigenständig geführt sein wie ein klassischer Mittelständler – nur mit einem Konzern als Gesellschafter statt einer Familie.
- Eine Beteiligung eines Family Office kann denselben Anspruch an operative Führung, Krisenfestigkeit und langfristige Substanz haben wie jedes andere mittelständische Unternehmen.
In allen drei Fällen sprechen wir dieselbe Sprache: die des operativen Geschäfts.
Auch als Tochtergesellschaft eines Konzerns
Konzerntöchter stehen häufig vor einer besonderen Situation: Entscheidungen müssen operativ vor Ort getroffen werden, während Berichtslinien, Reporting-Anforderungen und Governance-Strukturen aus der Konzernmutter kommen. Bei Restrukturierungen, Carve-outs oder der Neuausrichtung einzelner Geschäftsbereiche unterstützen wir mit Interim-Management und Sanierungskompetenz, die auf genau dieser Schnittstelle arbeitet – operativ handlungsfähig, ohne die Konzernperspektive zu ignorieren.
Auch als Portfoliounternehmen eines Family Office
Family Offices verfolgen bei ihren Beteiligungen typischerweise einen langfristigen, substanzorientierten Anspruch – nicht den kurzfristigen Exit-Blick eines klassischen Finanzinvestors. Das deckt sich mit unserem Verständnis von Mittelstand. Wir unterstützen Family Offices und deren Portfoliounternehmen bei der operativen Führung in Sondersituationen: von der Interimsbesetzung zentraler Positionen bis zur Sanierung einzelner Beteiligungen.
Abgrenzung – operative Führung vor Finanzlogik
Wir kennen die Finanz- und Kapitalmarktseite: Refinanzierung, Kapitalstruktur, Bewertungsmethodik und die Stellschrauben, mit denen sich Unternehmenswerte bewegen lassen, gehören zu unserer täglichen Arbeit in der Sanierung. Wir setzen dieses Wissen jedoch gezielt in den Dienst der operativen Führung ein – nicht als Selbstzweck. Bewertungsarbitrage, Spekulation oder rein finanzielle Konstruktionen ohne operative Substanz sind nicht unser Anspruch. Unser Ausgangspunkt ist immer das operative Geschäft; die Finanzierungsseite ordnet sich dem unter, nicht umgekehrt.